Im Februar 2003 erregten die damals gerade seit drei Monaten in dieser Formation agierenden THE ASHES OF CREATION mit ihrer Debut-EP Hedonistic zum ersten Mal nationales Aufsehen. Die Presse einigte sich schließlich in ihren vielen Rezensionen zur Platte auf den Begriff Pop Noir.
So beschreibt das Noisy Neighbours die Musik des 7-köpfigen Kollektivs als: „eine außergewöhnlich gelungene Mischung aus Jazz, Pop, Singer/Songwriter-Attitüde und viel Rock, getragen von einer wunderschönen Stimme.“(…). Der Wildwechsel attestiert der Band: „…zerbrechlich, dynamisch und bei aller Traurigkeit wunderschön zu sein.” Und auch das sonst so kritische Trust Magazin sieht in den Songs die gelungene Suche „nach dem gekonnten Popalbum“.
Auf ihrem ersten Longplayer The Porcelain Songs (capitol east road records/finest noise / VÖ. 16.Juni 2004) begeistert die Band aus Münster und Marsberg nun erneut mit einfühlsamer Lyrik und sanftmütigen Melodien. Der Reifeprozess, den THE ASHES OF CREATION allerdings in den dazwischen liegenden vierzehn Monaten vollzogen haben, ist unüberhörbar. Bereits der Opener, der Titeltrack Porcelain Song, verfügt über all jene Qualitäten, die große Popmusik auszeichnen. Die ausdrucksstarke Stimme der Sängerin trägt außerdem dazu bei, dass dem Hörer die schwerelosen Gesangsharmonien bereits nach wenigen Minuten im Ohr haften bleiben. Besonders gelungen sind neben Lilly, einem melodisch extrem reizvollen Midtempo-Duett, vor allem das mit schwebendem Hammond B3 Organ unterlegte The Tomcat sowie das apokalyptische The Very Black I Saw.
Produzent Guido Lucas(Blackmail, Scumbucket, Ken) hat THE ASHES OF CREATION zu neuen kreativen Höchstleistungen animiert. Herausgekommen ist ein sehr nachdenkliches, trotz aller melancholischen Untertöne durchaus positives Pop-Album, dessen musikalische Substanz die Konkurrenz in diesem Genre weit überragt. Das wird vor allem bei Songs wie Transmission, einer angenehm zurückhaltend arrangierten Indie-Pop-Hymne im besten Bright Eyes-Gewand, und der im Zeitlupentempo dahinschleichenden Ballade My Latest Friend überdeutlich.




